„Ökonomische Gesetze wirken wie Naturgesetze“ Diskussion über Staatsschuldenkrise mit Dr. Carsten Linnemann MdB, Johannes Röring MdB und Bankdirektor Berthold te Vrügt.
Rund 70 Gäste durften die Junge Union (JU) und die Mittelstandsvereinigung (MIT) des Kreises Borken am vergangenen Mittwoch in der VR-Bank Westmünsterland zum Thema „Europäische Staatsschuldenkrise“ begrüßen.
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| v.l.n.r : Thomas Kerkhoff, Johannes Röring MdB, Dr. Carsten Linnemann MdB, Berthold te Vrügt |
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Nach der Begrüßung durch den heimischen Bundestagsabgeordneten Johannes Röring sprach Dr. Carsten Linnemann MdB einführend zum Thema Staatsschuldenkrise. Linnemann hatte in der Abstimmung über die Aufstockung des Euro-Rettungsschirmes ESFS und weitere Griechenland-Hilfen im vergangenen Herbst nicht zugestimmt. „Das heißt nicht, dass man dann ein weniger überzeugter Europäer ist“, betonte Linnemann. Aber die Staatsfinanzierung funktioniere nun mal nach ökonomischen Gesetzen, die in ihrer Wirkung wie Naturgesetze unabänderlich seien, so der Paderborner Bundestagsabgeordnete weiter. Als Ausweg plädierte er daher vor allem für ein entschiedenes und rasches Handeln unter Etablierung einer Insolvenzordnung für Staaten.
In seiner Einführung wies Johannes Röring MdB auch darauf hin, dass es bei der Frage der Rettungsschirme innerhalb der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ein differenziertes Abstimmungsbild gegeben habe: „In der Fraktion lagen wir alle in unseren Einschätzungen nicht weit auseinander. Es gab da nicht nur „Schwarz“ oder „Weiß“, aber in der Abstimmung muss man letztlich nun mal mit „Ja“ oder „Nein“ votieren“, so Röring.
An den Vortrag Linnemanns schloss sich eine angeregte Diskussion zwischen dem Bundestagsabgeordneten und Berthold te Vrügt, Generalbevollmächtigter der VR-Bank Westmünsterland unter Moderation des JU-Kreisvorsitzenden Thomas Kerkhoff an, bei der sich auch das Publikum mit zahlreichen Fragen und Anregungen beteiligte.
17.02.2012, 14:32 Uhr |